Die Lebensdauer von Elektroautos und Elektroautobatterien
Blog

Die Lebensdauer von Elektroautos und Elektroautobatterien

Letzte Aktualisierung: 11. September 2026

Eine Batterie hält im Durchschnitt 10 bis 20 Jahre: Dass es schwierig ist, eine genauere Zahl zu nennen, liegt daran, dass bisher nur wenige Elektrofahrzeuge so lange im Einsatz waren.

Die wichtigsten Punkte aus diesem Artikel

  • Der SoH („State of Health“) bezeichnet den Gesundheitszustand einer Elektroautobatterie. Ein SoH von 100 % bedeutet, dass eine Batterie noch voll funktionsfähig ist, während ein Ergebnis unter 80 % als Zeichen für erheblichen Verschleiß gewertet wird.

  • Obwohl die WLTP-Reichweite einer Lithium-Batterie bei sehr kaltem Wetter abnimmt, tragen die niedrigen Temperaturen in Alpenländern wie der Schweiz eher dazu bei, die allgemeine Lebensdauer der Batterie zu erhalten als in wärmeren Ländern wie Italien oder Spanien. Laut dem Touring Club Schweiz kann der Unterschied zwischen den beiden Klimazonen sogar mehrere Jahre ausmachen.

  • Eine Batterie hält im Durchschnitt 10 bis 20 Jahre: Dass es schwierig ist, eine genauere Zahl zu nennen, liegt daran, dass bisher nur wenige Elektrofahrzeuge so lange im Einsatz waren. Doch laut einer Studie des Beratungsunternehmens P3 an 7.000 Fahrzeugen wiesen die meisten Batterien mit mehr als 30 kWh selbst nach 300.000 Kilometern noch einen SoH von über 80 % auf.

Die Grafik der Firma P3 zeigt die relativ geringe Degradation der Batterien (Quelle: P3)
  • Eine Garantie von 160.000 Kilometern oder acht Jahren auf die Batterie wird in der Regel von den Autoherstellern angeboten. In einigen Fällen übersteigt die Garantie sogar 200.000 km. 

  • Die neueste Geotab-Studie, die im Januar 2026 veröffentlicht wurde, zeigt, dass Batterien im Durchschnitt um 2,3 % pro Jahr degradieren

  • Die Degradation beschleunigt sich, wenn die Fahrzeuge mehr als 80 % der Zeit mit sehr hohem oder sehr niedrigem Ladestand verbringen.

  • Kaltes oder sogar sehr kaltes Klima schont die Langlebigkeit der Batterie, weshalb Batterien von Elektrofahrzeugen, die hauptsächlich in der Schweiz verkehren, eine bessere Lebensdauer haben. 

  • Die Frage der Wiederverwendung von Elektroautobatterien wird in der Schweiz sehr ernst genommen. Es gibt bereits Industrieanlagen, die Lithium-Ionen-Batterien recyceln, aber es wird vor allem über die Möglichkeit gesprochen, sie für die Speicherung von Solarenergie oder als Pufferspeicher in Ladestationen zu nutzen. 

  • 22,8 % der Fahrzeugneuzulassungen in der Schweiz im Jahr 2025 entfielen auf Elektroautos. 

Renault Zoé 2013 (Quelle: Wikimedia Commons, CC0)

Lebensdauer eines Elektroautos in der Schweiz: Motor und Mechanik

Es versteht sich von selbst, aber wir erwähnen es trotzdem: Ein Elektromotor hat nichts mit einem Verbrennungsmotor (MCI) zu tun. Aufgrund seiner intrinsischen Funktionsweise ist der Elektromotor auf eine längere Lebensdauer ausgelegt. Die Rechnung ist einfach: Während der erste etwa 20 Teile umfasst, hat der zweite mehr als 2000. Weniger zu wartende Teile bedeuten weniger Fehlermöglichkeiten auf lange Sicht. Somit ist die Lebensdauer eines Elektroautomotors zwangsläufig länger. 

Man spricht im Allgemeinen von einer Lebensdauer von 200.000 km, was 16 Jahren für einen Schweizer Besitzer entspricht, der durchschnittlich 12.000 km pro Jahr fährt. Auf dieser Distanz wird der CO2-Fußabdruck eines Schweizer Fahrers auch drastisch niedriger sein als der eines Verbrennungsmotors, da der Schweizer Strommix aus Wasserkraft und Kernenergie weitaus weniger schädlich ist. So wird ein Elektroauto auf 200.000 km etwa 30 Tonnen Treibhausgase ausgestoßen haben, gegenüber mindestens 60 Tonnen bei einem Auto mit Verbrennungsmotor auf der gleichen Distanz.

Hier ist eine Vergleichstabelle der verschiedenen gesammelten Daten zur Lebensdauer eines Elektroautos und eines Autos mit Verbrennungsmotor. 

Elektromotor (EV)

Verbrennungsmotor (MCI)

Durchschnittliche Lebensdauer 

200.000 km

300.000 km

Anzahl der beweglichen Teile im Motor

~ 20

Mehr als 2000

Jährliche Wartungskosten

~ 200 CHF

Etwa 450 CHF

Revisionsintervall

Alle 30.000 km

Alle 15.000 km

Hauptfehlerrisiko

Batterie in mehr als 50 % der Fälle

Vielfältige Quellen 

Globale CO2-Bilanz in der Schweiz (auf 200.000 km)

~30 Tonnen THG

Mehr als 60 Tonnen THG

Wie lange hält eine Elektroautobatterie?

Im Jahr 2025 erschien eine von Geotab durchgeführte Studie, die darauf abzielt, die Lebensdauer von mehr als 22.700 Elektroautos und 21 verschiedenen Modellen zu schätzen, darunter 130 in der Schweiz zugelassene Fahrzeuge. Die Untersuchung ergab, dass eine Batterie im Durchschnitt um 2,3 % pro Jahr degradiert, was nach acht Jahren einen SoH von 81,6 % aufrechterhalten würde.

Im Durchschnitt wird die Lebensdauer einer Elektroautobatterie auf 10 bis 20 Jahre geschätzt. Laut dem Touring Club Schweiz (TCS) kann dies 1000 bis 1500 Ladezyklen oder 300.000 bis 400.000 Kilometer entsprechen.

Obwohl die von Geotab angekündigte Zahl einen leichten Anstieg gegenüber der Studie von 2024 markiert (die durchschnittliche Degradation lag bei 1,8 %/Jahr), sollte man laut den Autoren der Studie nicht daraus schließen, dass die Qualität der Batterien abnimmt. Eine Reihe von Faktoren spielt eine Rolle: ein stärkerer Kapazitätsverlust in den ersten zwei Jahren eines Elektroautos (neue E-Autos waren in dieser Ausgabe 2025 stärker vertreten), die Zunahme von Ladevorgängen mit höherer Leistung (DCFC), die chemische Zusammensetzung der Batterie usw. 

Laut TCS senken kaltes oder sogar sehr kaltes Klima zwar kurzfristig die Reichweite eines Elektroautos, dienen aber auch dazu, den SoH einer Batterie langfristig zu erhalten. 

Ein weiteres Fazit der Studie: Während die Lebensdauer eines Elektroautomotors bei neuen Modellen gut bis sehr gut zu sein scheint, sinkt der SoH bei Modellen, die vor 2019 auf den Markt kamen oder mehr als 200.000 km auf dem Tacho haben, tendenziell unter 85 %. 

Lebensdauer eines Elektroautos: Faktoren, die die Batteriedegradation beschleunigen

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle, um die Lebensdauer einer Elektroautobatterie zu erhalten oder im Gegenteil zu verringern. Hier sind einige Praktiken, die den SoH Ihrer Batterie reduzieren können: 

  • Die zu häufige Nutzung von Schnellladungen mit DC oder DCFC über 100 kW: Sie ist zwar praktisch auf Reisen, beansprucht die Batterie jedoch tendenziell zu stark und nutzt sie langfristig ab. Vor allem diese neue Ladegewohnheit definierte den Unterschied in der Lebensdauer von Elektroautobatterien zwischen den Geotab-Studien 2024 (1,8 %) und 2025 (2,3 %). Betrachtet man den Fall der Schweiz allein, so erfährt das Schnellladenetz auf den Nationalstraßen eine rasche Expansion (15 Standorte bis 2030 laut einer EBP-Studie geplant).

  • Entscheiden Sie sich für kurze Ladevorgänge (20 bis 50 %) anstatt langer Ladevorgänge, da letztere die Batterie tendenziell überhitzen.

  • Bevorzugen Sie die thermische Flüssigkeitskühlung gegenüber der Luftkühlung, da letztere die Batterie bis zu doppelt so stark beschädigen kann wie die Flüssigkeitslösung. 

Quellen: Journal of Power Sources, „Lithium Battery Degradation & Aging: Experimental Characterization, Monitoring and Modelling“ Science Direct, „Calendar Aging of commercial Li-ion cells of different chemistries – A review“, MDPI.com, „Battery Stress Factor Ranking for Accelerated Degradation Test Planning Using Machine Learning“
  • Verwalten Sie die Entladetiefe (oder DoD, „Depth of Discharge“) Ihres Fahrzeugs. Gehen Sie nach Möglichkeit nicht unter 20 % Ladung, da die Batterie in diesem Moment die meiste Energie aufwenden muss, um sich aufzuladen.

  • Laden Sie ebenso nicht über 80 % auf, insbesondere wenn es sich um eine NMC-Batterie handelt, da sich dieser Batterietyp 20 bis 30 % schneller verschlechtert, wenn die Ladung regelmäßig bei 100 % gehalten wird, laut einer Frontiers-Studie aus dem Jahr 2023. 

  • Achten Sie darauf, eine Batterie nicht über ihre maximale Spannung oder mit zu hoher Geschwindigkeit aufzuladen, um ein thermisches Durchgehen zu vermeiden, das dazu führt, dass die Batterie überhitzt oder sogar Feuer fängt.

Kalendarische Alterung VS zyklische Alterung

Es gibt einen Unterschied zwischen der kalendarischen Alterung („calendar aging“) und der zyklischen Alterung („cycle aging“) einer Elektroautobatterie. 

Die erste hängt hauptsächlich von Faktoren wie dem Ladezustand (SOC) der Batterie und der Umgebungstemperatur ab. Je höher der SOC und je höher die Lagertemperatur, desto schneller erfolgt die kalendarische Alterung der Batterie.

Die zyklische Alterung bezeichnet den irreversiblen Kapazitätsverlust, der in Lithium-Ionen-Batterien während der Lade-Entlade-Zyklen auftritt. Sie wird vor allem durch Faktoren wie den Entladestrom, den SOC im Betrieb, die Umgebungstemperatur oder die DoD beeinflusst.

LFP, NMC, NCA: Welche Batteriezusammensetzung hält am längsten?

Um sich wirklich ein Bild von der Lebensdauer einer Elektroautobatterie zu machen, sollte man drei Batterietypen unterscheiden: LFP, NMC und NCA, die drei verschiedene Arten von Komponenten und drei verschiedene Grade der Langlebigkeit bezeichnen. Hier ist im Detail, was Sie für jeden Batterietyp erwarten können: 

LFP-Batterien

NMC-Batterien

NCA-Batterien

Lebensdauer (bevor der SoH unter 80 % sinkt)

3000 bis 5000 Zyklen

1000 bis 2000 Zyklen

800 bis 1500 Zyklen

Energiedichte

niedrig (~150-170 Wh/kg)

hoch (~200-250 Wh/kg)

sehr hoch (~250-300 Wh/kg)

Kosten/kWh

niedrig

eher hoch

hoch

Thermische Sicherheit

hoch

weniger stabil als LFP, erfordert ein anspruchsvolleres BMS (Batteriemanagementsystem)

thermisch sehr instabil

Kobaltanteil

keiner

10 %

Bis zu 15 %

Ausgestattete Modelle in der Schweiz

Tesla Model 3/Y (Standardversionen), BYD, bestimmte Xiaomi SU7 Versionen

BMW i7, Polestar, VW ID Serie, die meisten europäischen Premium-Modelle

Tesla Model S/X, Lucid Air, Rimac Nevera

LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat)

Diese Batterie bietet eine exzellente Lebensdauer (3.000 bis 5.000 Zyklen) und ist den anderen Alternativen bei weitem überlegen. Ohne Kobalt ist sie zudem günstiger und bietet ein sicheres thermisches Profil mit nahezu null Risiko für thermisches Durchgehen. Im Gegensatz zu NMC- und NCA-Batterien verträgt sie 100 %-Ladungen sehr gut, die ihre Degradation nicht beschleunigen. Einziger Wermutstropfen für Schweizer Fahrer: LFP-Batterien bieten bei kaltem Wetter eine geringere Reichweite. 

NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt)

Aufgrund ihrer hohen Energiedichte sind NMC-Batterien eher gut für das Fahren im Schweizer Winter geeignet, da sie einen guten Kompromiss aus Gewicht/Reichweite/Leistung bieten, und das auch bei Kälte. Ansonsten ist ihre Leistung sowohl in Bezug auf die thermische Sicherheit (insbesondere aufgrund des Kobaltanteils) als auch auf die langfristige Lebensdauer deutlich geringer als die von LFP-Batterien.

NCA-Batterien (Nickel-Kobalt-Aluminium)

NCA-Batterien ähneln den NMC-Batterien, ersetzen jedoch Mangan durch Aluminium, was die Energiedichte und Reichweite erhöht. In Bezug auf die thermische Stabilität ist sie die unzuverlässigste der drei und hat zudem die höchsten Kosten. NCA-Batterien sind in der Regel bei Performance-Liebhabern sehr beliebt, denen die Lebensdauer der Batterie weniger wichtig ist. 

Was ist die beste Wahl für einen Schweizer Fahrer?

Das Tesla Model Y, das meistverkaufte neue Elektrofahrzeug in der Schweiz (über 6.500 Einheiten im Jahr 2024), ist in LFP- (Standardreichweite) und NMC-Versionen (maximale Reichweite) erhältlich. In Anbetracht der Nutzungsgewohnheiten in der Schweiz (hauptsächlich Heimladung am Abend mit Wechselstrom, Abstecken am Morgen, bei ca. 12.000 km/Jahr) bietet die LFP-Version (Standardreichweite) die beste langfristige Batterielebensdauer, vor allem weil sie 100 %-Ladegewohnheiten ohne feines Management besser toleriert.

Das Tesla Model Y (Quelle: Wikimedia Commons, CC0)

Garantie für eine Elektroautobatterie: Wie sieht der Schweizer Rechtsrahmen aus?

In Bezug auf die Garantie für Elektroautobatterien sind europäische und insbesondere Schweizer Fahrer durch eine Reihe von Maßnahmen und Schutzbestimmungen abgesichert. Zunächst einmal werden OEM-Batterien (die speziell für die Modelle entwickelt wurden, in denen sie installiert sind) fast immer mit einer Standardgarantie von mindestens 8 Jahren oder 160.000 km geliefert. 

Hinzu kommt die Euro-7-Norm, die 2024 in der Europäischen Union und in der Schweiz in Kraft getreten ist und neue Anforderungen an die Haltbarkeit von Elektroautobatterien festlegt. Batterien müssen eine Leistungsfähigkeit von 80 % bis zu fünf Jahren oder 100.000 km und 72 % bis zu acht Jahren oder 160.000 km aufweisen, was Schweizer Käufer vor einer vorzeitigen Degradation unter den Schwellenwert schützt.

Es ist anzumerken, dass die 2025 verabschiedete Schweizer CO2-Verordnung eine Importquote von 23 % für emissionsfreie Fahrzeuge (ZEV) vorschreibt. Dies dürfte die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen und indirekt die Erwartungen an die Einhaltung von Garantien stärken. 

Schließlich schreibt die Verordnung (EU) Nr. 2023/1542 die Einführung eines „Batteriepasses“ und die Veröffentlichung des Gesundheitszustands (SoH) der Batterie sowie ihres CO2-Fußabdrucks vor. Diese Regelung gilt für den Schweizer Markt durch eine bilaterale Angleichung an die technischen Normen der EU. 

Zusammenfassend

  • Fast alle OEM-Batterien werden mit einer Herstellergarantie von 8 Jahren oder 160.000 km geliefert.

  • Gemäß europäischen Normen müssen Batterien bis zu fünf Jahren oder 100.000 km einen SoH von 80 % aufweisen.

  • Die EU und im weiteren Sinne die Schweiz schreiben einen „Batteriepass“ mit dem SoH der Batterie vor.

Vergleichstabelle der in der Schweiz geltenden Garantien für OEM-Batterien

Hier sind zur Referenz einige Garantien, die von Herstellern für ihre OEM-Batterien angeboten werden.

Marke

Garantiedauer

km-Limit

SoH-Schwellenwert (laut Norm)

Thermomanagement

Tesla

8 Jahre

240.000 km (Model S/X)

70%

Aktiv flüssig — 8-Wege-Oktoventil „Superbottle“, verwaltet Batterie/Motoren/Innenraum/Wärmepumpe; aktive Thermoregulierung auch im Stand

BMW

8 Jahre

160.000 km

70%

Aktiv flüssig, mit aktivem Thermomanagement zur Begrenzung des Reichweitenverlusts im Winter 

Mercedes-Benz

8 Jahre (10 Jahre bei EQS)

160.000 km 

70%

Aktiv flüssig; F&E zu Immersionskühlung (Zellen in nicht leitender Flüssigkeit) läuft und kombiniertes Luft-/Flüssigkeitssystem (Konzept EQXX)

Hyundai/Kia

8 Jahre

160.000 km

70%

Aktiv flüssig; F&E zu Immersionskühlung (Zellen in nicht leitender Flüssigkeit) läuft und kombiniertes Luft-/Flüssigkeitssystem (Konzept EQXX)

Porsche

8 Jahre

160.000 km

70%

Aktiv flüssig Hochleistung, verstärkte Kühlung für 800V-Schnellladung (Taycan-Architektur)

Wie man die Lebensdauer der Batterie im Alltag verlängert

Die Lebensdauer eines Elektroautomotors kann leicht erhalten werden, vorausgesetzt, man behält bestimmte Reflexe im Hinterkopf. Wenn diese Gewohnheiten die Degradation auch nicht verhindern, können sie doch dazu beitragen, dass Ihre Batterie im 8. Jahr einen SoH-Wert beibehält, der näher an 90 % als an 80 % liegt.

Hier sind die guten Praktiken, die man im Hinterkopf behalten sollte: 

Gute Gewohnheiten

Schlechte Gewohnheiten

Langsames Laden AC (Wechselstrom)

Schnellladen mit Gleichstrom (DCFC)

Zwischen 30 und 80 % Ladung bleiben

Die Batterie zu 100 % aufladen oder sie im Gegenteil vollständig entladen

Vorkonditionieren des Autos (Erwärmen oder Kühlen der Batterie auf die ideale Temperatur vor einer Schnellladung)

Kaltladen ohne Vorkonditionierung

Parken im Schatten

Parken in der Sonne

Kurz gesagt: 

  • Vermeiden Sie Hochleistungsladen: Laut der Geotab-Studie 2025 ist es besser, sich für langsames AC-Laden im Vergleich zu DCFC-Hochleistungsschnellladen zu entscheiden, das den größten täglichen Einfluss auf eine Elektroautobatterie hätte. 

  • Überschreiten Sie nicht 80 % Ladung: Ebenfalls laut der Geotab-Studie, die eine Vielzahl von Forschungen zu diesem Thema bestätigt, ermöglicht es das Halten der Batterieladung unter 80 %, die Kathode nicht zu stark zu beanspruchen und die jährliche Degradation unter dem Durchschnitt des Fahrzeugbestands zu halten, der bei 2,3 % liegt.

  • Vermeiden Sie es, Ihre Batterie vollständig zu laden oder zu entladen: Ein Auto mit voller oder sehr schwach geladener Batterie über einen langen Zeitraum stehen zu lassen, kann Batterien beschädigen, insbesondere NMC. Bevorzugen Sie Ladungen zwischen 30 und 80 %, wie von den Herstellern empfohlen, um die kalendarische Alterung zu reduzieren. 

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Batterie über ein BMS verfügt: Das Batteriemanagementsystem (BMS) ermöglicht es bei vielen Elektroautomodellen, die Batterieladung zu deckeln. 

  • Vermeiden Sie das Parken in der Hitze: Es wurde nachgewiesen, dass Hitze den Zustand einer Batterie vorzeitig schädigt. Bevorzugen Sie schattige Plätze oder Parkhäuser. 

Vermeiden Sie es, Ihr Elektroauto in der Sonne zu parken! (Rolls-Royce Spectre EV - Quelle: Wikimedia Commons, CC0)

Elektroautobatterie im Winter und in den Bergen: Was sind die Schweizer Besonderheiten?

Die Lebensdauer einer Elektroautobatterie variiert stark je nach Temperatur und Klima auf der Straße. So werden die Reichweite, aber auch der SoH einer Batterie völlig anders sein, je nachdem, ob man in der Schweiz oder in Portugal fährt. Wir erklären Ihnen alles. 

Kann Kälte die Batterie beschädigen? 

Im Gegenteil. Obwohl niedrige Temperaturen den nutzbaren Ladezustand einer Batterie vorübergehend um 10 bis 30 % senken, tragen sie auch dazu bei, sie langfristig zu erhalten. Nach vom TCS veröffentlichten Daten gilt der Reichweitenverlust der Batterie aufgrund von Kälte als reversibel und betrifft nicht die kalendarische Alterung, sodass er keine dauerhafte Schädigung verursacht. 

Umgekehrt würde Kälte dazu beitragen, die Dauer einer Elektroautobatterie signifikant zu erhalten. Im Gegensatz dazu neigen hohe Temperaturen dazu, ihre Lebensdauer zu verkürzen. 

Deshalb ist das Schweizer Klima viel eher geeignet, eine Batterie zu erhalten, als mediterrane Klimazonen.

Was ändert sich beim Fahren in der Höhe in der Schweiz?

Wie wir gesehen haben, sind die wahren Feinde der Schweizer Elektroautobesitzer die Sommerhitze und das Schnellladen, nicht die Winterkälte an sich. Niedrige Temperaturen verlangsamen die kalendarische Alterung einer Elektroautobatterie. 

Aber laut dem vom TCS zitierten NAF-Test, der unter realen Fahrbedingungen in Höhenlagen von bis zu 1000 Metern durchgeführt wurde, ist dies nicht der einzige Vorteil, den die Schweizer Topographie und das Klima bieten können. In der Tat ermöglichen Abfahrten die Energierückgewinnung durch regeneratives Bremsen. Wie man weiß, gibt es in der Schweiz viele Abfahrten, was eine hervorragende Möglichkeit ist, seine Batterie aufzuladen, ohne eine Ladestation aufzusuchen. 

Zudem sind, wie oben erwähnt, NMC-Batterien besser für das Fahren bei kaltem Wetter geeignet (die LFP-Batterie verliert unter 0 °C mehr Reichweite) und bieten eine bessere Reichweite auf Alpenstraßen. Langfristig können LFP-Batterien, mit denen beispielsweise das Tesla Model Y ausgestattet ist, jedoch bis zu 3000 bis 5000 Zyklen halten, was deutlich über den NMC- und NCA-Batterien liegt.

Welche Gewohnheiten helfen, die Auswirkungen im Winter und in den Bergen zu reduzieren?

Mehrere Alltagsreflexe helfen, die Batterie in den Bergen und im Winter zu schonen. Die Vorkonditionierung ist ein hervorragendes Werkzeug, das vor jeder Schnellladung bei kaltem Wetter verwendet werden sollte, da es ermöglicht, die Batterie vorher aufzuwärmen. Es sei daran erinnert, dass das Laden einer noch kalten Batterie dazu neigt, ihre zyklische Alterung zu beschleunigen. Dies ist ein Fehler, den viele Schweizer Fahrer noch machen und der leicht vermieden werden kann, indem man das Auto im Vorfeld aufwärmt, insbesondere über das flüssige Thermomanagementsystem. 

Auch die Ladegeschwindigkeit spielt eine Rolle für die Lebensdauer der Batterie. Um sie maximal zu schonen, ist es besser, sein Elektrofahrzeug zu Hause aufzuladen, da das Schnellladen an einer öffentlichen Ladestation die Batterie stark beansprucht. Langsames Laden reicht für die meisten Situationen aus, insbesondere bei täglicher Nutzung, um beispielsweise zur Arbeit und zurück zu fahren. Im Durchschnitt steht ein Elektrofahrzeug 23 Stunden am Tag still. 

Austauschkosten und SOH-Test einer Elektroautobatterie außerhalb der Garantie

1. Austauschkosten einer Elektroautobatterie

Laut der jüngsten BloombergNEF-Studie aus dem Jahr 2025 läge der Durchschnittspreis für ein Batteriepaket bei 108 $/kWh (entspricht 87,40 Schweizer Franken/kWh). Hier ist also die Rechnung, die man für normale Batteriepakete aufmachen kann: 

Preis einer Batterie pro kWh

Preis für eine 60-kWh-Batterie

Preis für eine 100-kWh-Batterie

87,40 CHF

5244 CHF 

8740 CHF

Somit läge der durchschnittlich festgestellte Preis für eine Batterie außerhalb der Garantie zwischen 5000 und 8000 CHF. Es können jedoch manchmal viel höhere Preise festgestellt werden (bis zu 15000 CHF), insbesondere für viel leistungsstärkere Batterien. Obwohl die Kosten hoch bleiben, befinden sie sich im freien Fall: Laut derselben oben zitierten BloombergNEF-Studie wurde zwischen 2010 und 2025 ein Rückgang des Preises für Lithium-Ionen-Batterien um 89 % beobachtet.

Dennoch sollte man wissen, dass der Austausch einer Batterie außerhalb der Garantie aufgrund normaler Alterung statistisch selten ist. Die TCS-Studie 2025 (durchgeführt an 130 gebrauchten Elektroautos) zeigt, dass neuere Schweizer Elektrofahrzeugmodelle es schaffen, einen SoH von fast 90 % beizubehalten, selbst mit einer sehr hohen Kilometerleistung auf dem Tacho (über 75.000 km). Somit ist es durchaus möglich, seine Batterie gebraucht zu kaufen, eine drastisch günstigere Alternative zum Neukauf. 

Zwei Aspekte in einem Absatz zusammengefasst: (1) Die angekündigten Austauschkosten von 20.000 $ entsprechen einem extremen Risiko und nicht einem Medianergebnis — die TCS-Daten für 2025 zeigen, dass Schweizer Elektrofahrzeuge in der Regel einen hohen Gesundheitszustand (SOH) weit über 75.000 km beibehalten; (2) Für den Käufer eines Gebrauchtwagens ist der vom TCS angebotene AVILOO Flash-Test für 75 CHF die Referenz auf dem Schweizer Markt, die einen undurchsichtigen Kauf in eine datengestützte Entscheidung verwandelt. Kein generischer europäischer Artikel bietet gleichzeitig die Kontextualisierung der Kosten und die lokale Testreferenz am selben Ort.

2. Wie man den Gesundheitszustand einer Batterie in der Schweiz bewertet

Um den SoH Ihrer Batterie zu erfahren, gibt es ein einfaches Werkzeug, das fast allen Schweizer Fahrern zur Verfügung steht: den Aviloo Flash-Test. Dieser ermöglicht es bei über 95 % aller Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge, die Gesundheit einer Batterie dank eines Cloud-Daten-Ökosystems zu testen. Natürlich hat dieser Test seinen Preis, aber mit einer TCS-Mitgliedschaft profitieren Sie von einer Ermäßigung auf Ihre Batteriebewertung (die Sie dann 75 CHF kostet).

Somit ist für Käufer von gebrauchten Elektroautos auf dem Schweizer Markt der vom TCS angebotene AVILOO Flash-Test für 75 CHF die Referenz. Da kein generischer europäischer Artikel gleichzeitig die Kontextualisierung der Kosten und die lokale Testreferenz am selben Ort bietet, verwandelt der Test einen undurchsichtigen Kauf in eine datengestützte Entscheidung. 

Leitfaden für den Kauf von gebrauchten Elektrofahrzeugen

TCS-Kategorie

Alter

Kilometerstand

Typischer SOH (2025)

Reichweite vs. neu

Empfehlung

A

≤ 5 Jahre

≤ 75'000 km

> 90 % für 87 % der Fahrzeuge; keiner < 85 %

≈ 90–100 %

Bedenkenlos kaufen

C

≤ 5 Jahre

> 75'000 km

Gute Werte trotz intensiver Nutzung, nahe an Kategorie A

≈ 85–95 %

Bedenkenlos kaufen

B

> 5 Jahre

≤ 75'000 km

Heterogen: 6 von 17 Fahrzeugen nahe 90 %, der Rest oft < 85 % (1. Generation, ~2019 oder früher)

≈ 75–90 %, teils weniger

Probefahrt verlangen

D

> 5 Jahre

> 75'000 km

Heterogen: fast die Hälfte nahe 90 %, aber niedrigster SOH der Stichprobe (insb. > 200'000 km)

≈ 70–90 %, starke Variabilität

Mit Vorsicht kaufen

Basierend auf der TCS-Analyse vom November 2025 (ca. 130 getestete Fahrzeuge in den Technikzentren Zürich, Bern, Biel und Waadt, SOH gemessen via Aviloo-Gerät).

Seit August 2024 schreibt die EU die Veröffentlichung von SoH-Daten in ihrem Hoheitsgebiet vor, eine Richtlinie, die sich für mehr Transparenz auch auf das Schweizer Hoheitsgebiet erstreckt. Es sei daran erinnert, dass laut TCS die Vorsichtsschwelle für den Kauf eines gebrauchten Elektrofahrzeugs bei 85 % SoH liegt. 

Zweites Leben und Recycling einer Elektroautobatterie 

Zweites Leben für private Solarspeichersysteme in der Schweiz 

Im Allgemeinen verlässt die Batterie, wenn ihr SoH unter die 80 %-Marke fällt, ihr erstes Leben in einem Elektrofahrzeug und beginnt ein zweites in einem stationären Solarspeichersystem. Diese zweite Phase kann bis zu 10 weitere Jahre dauern, ausgehend von der Feststellung, dass eine ausgemusterte Elektrofahrzeugbatterie von 40 kWh mit einem SoH von 75 % noch über etwa 30 kWh verfügt, was ausreicht, um den durchschnittlichen täglichen Stromverbrauch eines Schweizer Haushalts zu decken. 

Das Recycling kann vor allem nach zwei Verfahren erfolgen: 

  • Die Pyrometallurgie (2-4 t CO2/t), ein Extraktions- und Reinigungsprozess auf Wärmebasis. Er beruht auf einer großen Menge Energie, da die Folien/Zellen auf 1200 °C bis 1600 °C erhitzt werden. Nur einige Rohstoffe wie Kobalt und Nickel können recycelt werden. Lithium, Aluminium und Mangan werden nicht zurückgewonnen. 

  • Die Hydrometallurgie, ein Verfahren zur Extraktion von Metallen aus den Zellen, das durch Rückgewinnung und Auflösung der Metalle in Form von Salz in aufeinanderfolgenden wasserbasierten Schritten erfolgt. Die Hydrometallurgie wird in Schweizer oder europäischen Recyclingsystemen bevorzugt, da sie nur 0,5 bis 0,9 t CO2/t ausstößt.

Wissen Sie, dass INOBAT die Sammel- und Recyclingkosten vorfinanziert (oder vRG in Höhe von 1,60 CHF/kg). Somit ist das Management am Lebensende weder ein Problem noch ein Kostenfaktor für den Besitzer. INOBAT stellt sicher, dass die Recyclingkosten jeder in der Schweiz verkauften Traktionsbatterie durch die vRG-Gebühr vorfinanziert werden. Die Batterie eines Elektrofahrzeugs wird somit über ihren gesamten Lebenszyklus als Aktivposten und nicht als Passivposten betrachtet. 

Abschließend sei hinzugefügt, dass die Gesellschaft SENS eRecycling mit zweiundachtzig Importeuren auch eine alternative Rücknahmelösung für Elektrogeräte anbietet. 

Recyclingpflichten am Lebensende und Schweizer institutioneller Rahmen (INOBAT, auto-schweiz, SENS)

Die europäische Regelung für Batterien fördert eine Kreislaufwirtschaft, die das zweite Leben und das Recycling integriert, insbesondere mit Anforderungen an einen Mindestanteil an recyceltem Material in Elektrofahrzeugbatterien. Die Verordnung (EU) 2023/1542, die auch für die Schweiz gilt, zielte auf eine Recyclingfähigkeit von 65 % bis 2025 und 70 % bis 2030 ab.

Darüber hinaus wird Europa bis 2027 einen digitalen Batteriepass verlangen, der es ermöglicht, ihre Geschichte zu verfolgen. Dieser zielt darauf ab, Fahrer und Hersteller in die Pflicht zu nehmen und es den Verbrauchern zu ermöglichen, gebrauchte Batterien mit echter Rückverfolgbarkeit in aller Ruhe zu kaufen.

FAQ: Lebensdauer einer Elektroautobatterie

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Tesla-Batterie?

Das Tesla Model 3 mit LFP-Batterie und Standardreichweite bietet ein Potenzial von 3.000 bis 5.000 Zyklen, was die NMC-Modelle derselben Kategorie in Bezug auf die Langlebigkeit gemäß den Schweizer Nutzungsgewohnheiten übertrifft. 

Welche Elektroautomodelle sind in der Schweiz beliebt?

Das Tesla Model Y ist das meistverkaufte Elektrofahrzeug in der Schweiz im Jahr 2024 (mit über 6.500 Einheiten). Es ist in LFP- oder NMC-Versionen erhältlich. Die Modelle Dolphin, Seal und Atto 3 der Marke BYD verzeichnen ein starkes Wachstum auf dem Schweizer Markt. Sie arbeiten alle mit LFP. 

Welches sind die zuverlässigsten Quellen, um die Langlebigkeit von Fahrzeugen zu vergleichen?

Durch die Kombination der Daten von Geotab 2025 und TCS 2025 erhält man die solideste verfügbare Datenbank, um die Langlebigkeit von Modellen auf dem Schweizer Markt zu vergleichen.

Haben LFP-Batterien eine bessere Langlebigkeit als NMC-Batterien?

NMC-Batterien erreichen 1.000 bis 1.500 Lebenszyklen, gegenüber 3000 bis 5000 bei LFP-Batterien.

Nous utilisons des cookies analytiques pour améliorer votre expérience. Aucune donnée personnelle n'est vendue. En savoir plus